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Amelie Kober Dritte im Parallel Riesenslalom von Telluride |
Mit einem Paukenschlag hat das verlängerte Weltcup-Wochenende mit Wettbewerben in den USA (PGS und SBX) und in Finnland (HP) für das deutsche Team begonnen. Im ersten Parallel Riesenslalom der laufenden Saison, der heute im US-Bundesstaat Colorado gelegenen Wintersport-Ressort Telluride stattgefunden hat, sicherte Amelie Kober (Fischbachau, 24 Jahre) mit ihrem dritten Platz dem Snowboard Verband Deutschland (SVD) das erste Podium-Resultat dieses Winters.
„Heute hat es funktioniert. Ich habe mich den ganzen Tag über wohl
gefühlt und nur von Lauf zu Lauf gedacht“, sagte Kober direkt nach dem
Rennen. Grund für die gute physische Verfassung der Olympiazweiten von 2006 war
vor allem das Sommertraining, dass die Bayerin nach der Geburt ihres
Sohnes im vergangenen Jahr erstmals wieder hatte voll bestreiten können.
„In der Verfassung, in der ich letztes Jahr um diese Zeit herum war,
hätte ich ein Rennen mit zehn Läufen nie durchgestanden. Ich bin
definitiv besser drauf.“
Allerdings wäre durchaus noch mehr drin
gewesen, denn ihre beiden Halbfinal-Läufe gegen die spätere Siegerin
Julia Dujmovits aus Österreich waren das knappste in Sachen
Kopf-an-Kopf-Rennen, was es in den vergangenen Saisons zu sehen gab. In
beiden Runs blieben die zwei Carvingasse zeitgleich, so dass die bessere
Qualizeit über den Aufstieg ins große Finale entscheiden musste. Und
das war die Österreicherin als Zweite der Einzelläufe. Kober war als
Dritte nur 44 Hundertstel langsamer gewesen.
„Es war ein geniales
Rennen. Wir haben beide alles geben müssen. Das hat unheimlich Spaß
gemacht. Besser bzw. knapper ausscheiden kann man nicht. Wir können
beide stolz auf uns sein.“
Kober wäre allerdings nicht Kober, wenn
sie nicht noch einen Spruch parat gehabt hätte. Mit einem Augenzwinkern
warf die WM-Vierte von 2011 eine Frage in die Runde, die leider keine
Statistiken beantworten konnte: „Bin ich jetzt eigentlich die erste
Snowboard-Mama auf dem Podium?“
Isabella Laböck (Prien, 25) trug als
Siebte ebenfalls zum guten Abschneiden des gesamten deutschen Teams bei
wie auch ihre Raceboard-Kolleginnen Anke Karstens (Bischofswiesen, 26)
und Selina Jörg (Sonthofen, 23) als Zwölfte und Dreizehnte. Patrick Bussler
(Aschheim, 27) fuhr als 15ter ebenfalls noch ins Finale scheitere aber
bereits im Achtelfinale am späteren Sieger Benjamin Karl (AUT). Einzig
Maximilian Köpf verpasste als 37ter der Qualifikation den Sprung in die
K.o.-Runde der besten 16.
Neben Kober und Dujmovits rundete Fränzi
Mägert-Kohli (SUI) als Zweite das Damenpodium ab. Bei den Männern
gesellten sich neben Karl dessen Teamkollege Andreas Prommegger (AUT)
als Zweiter sowie Simon Schoch (SUI) als Dritter aufs Treppchen.
Morgen
greifen dann die deutschen Boardercrosser im ersten Event der Saison
ins Geschehen ein. Das Finale findet um 12:00 Uhr Ortszeit statt.
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