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Amelie Kober Dritte im Parallel Riesenslalom von Telluride
Amelie Kober © Oliver Kraus / FIS
Mit einem Paukenschlag hat das verlängerte Weltcup-Wochenende mit Wettbewerben in den USA (PGS und SBX) und in Finnland (HP) für das deutsche Team begonnen. Im ersten Parallel Riesenslalom der laufenden Saison, der heute im US-Bundesstaat Colorado gelegenen Wintersport-Ressort Telluride stattgefunden hat, sicherte Amelie Kober (Fischbachau, 24 Jahre) mit ihrem dritten Platz dem Snowboard Verband Deutschland (SVD) das erste Podium-Resultat dieses Winters.

 

„Heute hat es funktioniert. Ich habe mich den ganzen Tag über wohl gefühlt und nur von Lauf zu Lauf gedacht“, sagte Kober direkt nach dem Rennen. Grund für die gute physische Verfassung der Olympiazweiten von 2006 war vor allem das Sommertraining, dass die Bayerin nach der Geburt ihres Sohnes im vergangenen Jahr erstmals wieder hatte voll bestreiten können. „In der Verfassung, in der ich letztes Jahr um diese Zeit herum war, hätte ich ein Rennen mit zehn Läufen nie durchgestanden. Ich bin definitiv besser drauf.“
Allerdings wäre durchaus noch mehr drin gewesen, denn ihre beiden Halbfinal-Läufe gegen die spätere Siegerin Julia Dujmovits aus Österreich waren das knappste in Sachen Kopf-an-Kopf-Rennen, was es in den vergangenen Saisons zu sehen gab. In beiden Runs blieben die zwei Carvingasse zeitgleich, so dass die bessere Qualizeit über den Aufstieg ins große Finale entscheiden musste. Und das war die Österreicherin als Zweite der Einzelläufe. Kober war als Dritte nur 44 Hundertstel langsamer gewesen.
„Es war ein geniales Rennen. Wir haben beide alles geben müssen. Das hat unheimlich Spaß gemacht. Besser bzw. knapper ausscheiden kann man nicht. Wir können beide stolz auf uns sein.“
Kober wäre allerdings nicht Kober, wenn sie nicht noch einen Spruch parat gehabt hätte. Mit einem Augenzwinkern warf die WM-Vierte von 2011 eine Frage in die Runde, die leider keine Statistiken beantworten konnte: „Bin ich jetzt eigentlich die erste Snowboard-Mama auf dem Podium?“
Isabella Laböck (Prien, 25) trug als Siebte ebenfalls zum guten Abschneiden des gesamten deutschen Teams bei wie auch ihre Raceboard-Kolleginnen Anke Karstens (Bischofswiesen, 26) und Selina Jörg (Sonthofen, 23) als Zwölfte und Dreizehnte. Patrick Bussler (Aschheim, 27) fuhr als 15ter ebenfalls noch ins Finale scheitere aber bereits im Achtelfinale am späteren Sieger Benjamin Karl (AUT). Einzig Maximilian Köpf verpasste als 37ter der Qualifikation den Sprung in die K.o.-Runde der besten 16.
Neben Kober und Dujmovits rundete Fränzi Mägert-Kohli (SUI) als Zweite das Damenpodium ab. Bei den Männern gesellten sich neben Karl dessen Teamkollege Andreas Prommegger (AUT) als Zweiter sowie Simon Schoch (SUI) als Dritter aufs Treppchen.
Morgen greifen dann die deutschen Boardercrosser im ersten Event der Saison ins Geschehen ein. Das Finale findet um 12:00 Uhr Ortszeit statt. 

 
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