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Im letzten Weltcup-Rennen vor der kommenden Weltmeisterschaft im spanischen La Molina (15. bis 22. Januar) haben Amelie Kober (Fischbachau, 23 Jahre) und Patrick Bussler (Aschheim, 26) ihre finale Chance genutzt und das Ticket zur WM gelöst.
Die Olympiazweite von 2006 erreichte beim Parallel Slalom in Bad Gastein, ihrem dritten Weltcup nach der Geburt ihre Sohnes Lorenz im vergangenen September, das Viertelfinale und erfüllte damit die Vorgabe des Snowboard Verband Deutschland (SVD). Die 23-Jährige belegte am Ende den achten Platz.
Patrick Bussler kann dank seines sechsten Platzes ebenfalls den Flug nach Spanien buchen. „Ich bin sehr erleichtert. Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“, sagte die Vizeweltmeisterin von 2007 nach ihrer erfolgreichen WM-Qualifikation. Die selbstbewusste Boarderin, die heute im Achtelfinale wieder ihr Können hatte aufblitzen lassen, stellte zudem unmissverständlich klar: „Ich möchte zwar keine Prognose abgeben, aber ich fahre nicht nach Spanien, nur um den Flieger voll zu machen.“ Gleichermaßen überglücklich präsentierte sich Patrick Bussler im Zielraum des 240 Meter langen Kurses auf dem Buchebenhang. „Das ist der Wahnsinn. Es war ja meine letzte Chance. Ich war so nervös, wie sonst nie beim Weltcup. Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat“, sagte der WM-Dritte von 2009.
Während für die beiden Wackelkandidaten bei der am Ende glücklich beendeten Zitterparty im Viertelfinale Schluss war, unterstrich Isabella Laböck (Prien, 24) mit ihrem vierten Rang erneut ihre starke Form. Zwar verletzte sich die momentan stärkste deutsche Raceboarderin im zweiten Lauf des kleinen Finals um Platz drei am rechten Mittelfinger, doch die Schmerzen waren wenig später ob des Top-Ergebnisses wieder halbwegs erträglich: „Ich bin am vierten Tor mit der Hand in einer Kuhle hängengeblieben. Ich weiß noch nicht, ob der Finger nur geprellt ist oder etwas mit der Kapsel ist. Aber heute war ja das Motto ‚Sieg oder Akja‘. Von daher ist es ein Mittelding geworden.“ Die Prienerin, die schon vor der Weihnachtspause mit dem zweiten Platz in Telluride, USA, für ihr bislang bestes Karriereergebnis gesorgt hatte, fügte zudem an: „Ich hätte nicht gedacht, wieder so weit zu kommen. Umso schöner ist es, dass es auch mal in einem PSL geklappt hat. Jetzt bin ich bestens für die WM präpariert und kann guten Gewissens nach Spanien fahren.“
Dank der starken Mannschaftsvorstellung reist Ende der nächsten Woche ein starker schwarz-rot-goldener Raceboard-Tross zur 9. FIS Snowboard Weltmeisterschaft. Neben den bereits erwähnten drei Athleten werden auch Anke Karsten (Piding, 25) und Selina Jörg (Sonthofen, 22), die heute 21te und 37te wurden, um Gold im Parallel Slalom und Parallel Riesenslalom kämpfen.
Rosa Czipf (Esslingen, 21), heute 38te, Maximilian Köpf (Jungholz, 24) und Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 23) haben als 22ter und 36ter die verlangten WM-Kriterien nicht erfüllt.
Den Sieg im fünften Parallel-Rennen der laufenden LG Snowboard FIS Weltcup-Saison ging an die beiden Weltcup-Führenden Ekaterina Tudegesheva (RUS) und Benjamin Karl (AUT). Die beiden Österreicherinnen Marion Kreiner und Claudia Riegler rundeten das Damenpodium als Zweite und Dritte ab. Bei den Männern schafften Aaron March (ITA) und Simon Schoch (SUI) als Zweiter und Dritter den Sprung aufs Podest.
Vor der WM kommt die DM
Bevor die deutschen Raceboarder allerdings ihre Boardbags für die Reise zur WM packen dürfen, steht noch eine weitere Aufgabe an. Am 12. Januar finden am Götschen in Bischofwiesen die Deutschen Meisterschaften im Parallel Riesenslalom statt, ein allerletzter wichtiger Test unter Wettkampfbedingungen für die Teamkollegen der beiden Titelverteidiger Rosa Czipf und Alexander Bergmann.
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