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Anke Karstens als Zwölfte beste Deutsche / Isabella Laböck wird Fünfte im Parallel Weltcup
Anke Karstens © FIS/Oliver Kraus
Mit einem enttäuschendem Ergebnis ist die Saison der Raceboarder zu Ende gegangen. Beim Weltcup-Finale in Arosa, Schweiz, konnte keiner der drei Fahrer des Snowboard Verband Deutschland (SVD), die das Finale der besten 16 erreicht hatten, das Achtelfinale überstehen. Anke Karstens (Piding, 25) wurde im letzten Parallel Riesenslalom des Winters als Zwölfte beste Deutsche. Selina Jörg (Sonthofen, 23) und Patrick Bussler (Aschheim, 26), die beide gegen die späteren Sieger Fränzi Mägert-Kohli (SUI) und Andreas Prommegger (AUT) das Nachsehen hatten, wurden 14te bzw. 15ter.
Isabella Laböck (Prien, 24), am Ende 33te und Amelie Kober (Miesbach, 23), die disqualifiziert wurde, waren beide bereits in der Qualifikation gescheitert. Einziger Lichtpunkt nach einem durchwachsenen Auftritt der Alpin-Snowboarder war der fünfte Platz im Parallel Weltcup von Isabella Laböck, die trotz ihres Patzers im ersten Quali-Lauf doch noch ihr persönliches Minimalziel erreichte.
„Ich bin heute richtig enttäuscht, weil ich mir noch mal viel erwartet hatte. Am Start war ich dann immer noch guter Dinge und dann wollte ich vielleicht zu viel“, so die Olympia-Fünfzehnte, die am Ende mit 3.510 Punkten 50 Punkte Vorsprung auf die heutige Dritte Julia Dujmovits hatte und somit doch noch ein positives Saison-Resümee ziehen konnte. „Ich habe super Top-8-Ergebnisse gehabt sowie zwei Podestplätze. Damit bin ich sehr zufrieden und freue mich, dass ich mein Ziel Top-5 erreicht habe“, sagte Laböck.
Doch auch wenn die Polizeimeisterin mit ihrer konstanten Saison und den beiden zweiten Plätzen von Telluride (USA) und Valmalenco (ITA) sowie Amelie Kober mit ihrem vierten wie sechsten Platz bei der Weltmeisterschaft im spanischen La Molina Ende Januar durchaus für ein paar Glanzpunkte sorgen konnten, war Cheftrainer Andi Scheid alles andere als zufrieden mit der Saisonausbeute seiner Schützlinge.
„Die Saison ist anders verlaufen als wir es uns gewünscht haben“, so Scheid, der sogleich den Hauptgrund benannte. „Wir haben nach den Olympischen Spielen die Umfänge reduziert, weil einige noch in der Ausbildung waren. Doch Isabella mit ihren zwei Podestplätzen und Amelie bei der WM haben Grund zur Freude gegeben. Nichtsdestotrotz wollen wir uns im Material- und im Athletik-Bereich verbessern. Dann müssen wir die technischen Defizite, die sich heute gezeigt haben, abarbeiten.“
Vom Gelingen der Maßnahmen ist der Coach überzeugt: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das umsetzen werden, weil eigentlich jeder aus dem Team weiß, wo er sich verbessern kann.“ Wenn die Maßnahmen in Sachen Materialtest im Frühjahr sowie die Trainingseinheiten über den Sommer hinweg fruchten, dürfe durchaus mit besseren Ergebnissen in der nächsten Saison gerechnet werden, so Scheid abschließend.
Heute waren es allerdings die anderen Nationen, die jubeln durften. Bei den Damen siegte Fränzi Mägert-Kohli (SUI) vor Ekaterina Tudegesheva (RUS) und Julia Dujmovits (AUT). Bei den Männern hatte Andreas Prommegger (AUT) die Nase vorn. Roland Fischnaller (ITA) wurde Zweiter, Nevin Galmarini (SUI) Dritter.
Der Parallel wie auch der Speed Gesamt Weltcup-Titel ging an Ekaterina Tudegesheva und Benjamin Karl (AUT).

 
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