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Anke Karstens und Patrick Bussler neue Deutsche Meister im Parallel Riesenslalom
Bei den heutigen offenen Deutschen Meisterschaften im Parallel Riesenslalom haben sich die beiden Weltcup-erfahrenen Snowboarder Anke Karstens (Piding, 25) und Patrick Bussler (Aschheim, 26) durchgesetzt. Während Karstens auf dem Götschen in einem rein deutschen Finale über Selina Jörg (Sonthofen, 22) die Oberhand behielt, setzte sich Bussler im kleinen Finale um Platz drei gegen den österreichischen Nachwuchsfahrer Lukas Mathis durch. Der Sieg in Bischofswiesen ging an Charlie Cosnier (FRA), der seinen Landsmann und Doppel-Vizeweltmeister von 2009, Sylvain Dufour, in Schach halten konnte. Bei den Damen rundete Isabella Laböck (Prien, 24) das Podium als Dritte ab. Amelie Kober (Fischbachau, 23), die fünfte alpine Snowboarderin des Snowboard Verband Deutschland (SVD) bei der WM, schied im zweiten Qualifikationslauf – trotz hervorragender Zeiten – aufgrund eines Fehlers am letzten Tor aus.
Dank der guten Performance kann das gesamte Race-Nationalteam, das Deutschland in den beiden Parallel-Rennen bei der 9. FIS Snowboard Weltmeisterschaft vom 15. bis 22. Januar im spanischen La Molina vertreten wird, die kommenden Aufgaben beim Saisonhighlight frisch gestärkt angehen.
Vor allem die frischgebackene Deutsche Meisterin Anke Karstens zeigte sich nach ihrem Titelgewinn erleichtert: „Der Sieg war sehr wichtig für mich. Die letzten Rennen waren für mich nicht zufriedenstellend. Von daher war es gut, endlich wieder zehn Läufe zu machen und bis zum Ende mit dabei zu sein.“
Vor allem eine Verletzung des linken Sprunggelenkes hatte der Raceboarderin zuletzt zu schaffen gemacht. „Ich habe die Schläge taktisch klug umfahren. Aber ich werde morgen wohl dennoch ein MRT machen, um zu wissen, was los ist. Die WM fahre ich aber auf jeden Fall“, so die 25-Jährige.
Während Karstens weiterhin die Physis Sorgen bereitet, war es bei Patrick Bussler im Verlauf der bisherigen Saison eher der Kopf, der nicht mitspielen wollte. Bester Beleg dafür war die last-minute-Qualifikation des WM-Dritten von 2009, der erst vergangenen Sonntag beim Weltcup in Bad Gastein, Österreich, sein  WM-Ticket lösen konnte.
„Deswegen habe ich mich heute darauf konzentriert, den Kopf frei zu bekommen. Das war heute wichtig für mich. Außerdem war es wichtig zu sehen, wie es im Parallel Riesenslalom läuft.“ Dank der Deutschen Meisterschaft fährt „Pezi“ nun lockerer nach Spanien: „Der Titel ist ein gutes Zeichen für die WM.“
 
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