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David Speiser Elfter, Konstantin Schad 18ter im Snowboard Cross-WM-Lauf
David Speiser © FIS / Oliver Kraus
Die beiden deutschen Snowboarder David Speiser (Oberstdorf, 30) und Konstantin Schad (Fischbachau, 23) haben bei der 9. FIS Snowboard Weltmeisterschaft im spanischen La Molina die Medaillenränge verpasst. Während für den Youngster des Snowboard Verband Deutschland (SVD) nach einem Fahrfehler bereits im Achtelfinale Schluss war und somit nur der 18. Rang heraussprang, unterstrich Veteran Speiser bei seinem Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause (Durchtrennung beider Sehnen des linken Daumens in Telluride, USA, DEZ 2010) einmal mehr seine Stärke als Elfter des international erstklassig besetzten Männerfeldes. Dementsprechend fiel dann, trotz des knapp Outs im Viertelfinale, auch das Fazit des Oberstdorfers aus: „Dafür, dass ich die letzten Wochen nicht trainieren konnte, ist es ganz gut gelaufen. Man fährt zwar mit einem Schutz, aber man denkt trotzdem ein bisschen an die Verletzung. Im Rennen selbst herrscht dann wieder volle Konzentration, aber ein bisschen Glück gehört dann auch dazu.“
Das fehlte dem 30-Jährigen in seinem zweiten K.o.-Heat, in dem der Olympiaachte auf Pierre Vaultier (FRA), Michal Novotny (CZE) und Nate Holland (USA) traf und aufgrund seiner im Vergleich langsameren Qualizeit  vom Vortag aber nur aus einem der beiden schlechteren Gates starten durfte.
„Ich war dadurch extrem weit links. Dadurch hat man etwas weiter zum ersten Sprung. Wenn man da hinten ist, wird es schwer.“
Speiser kämpfte zwar bis zum Schluss, kam aber am vor ihm liegenden US-Amerikaner nicht mehr vorbei. Eine bittere Pille, zumal Holland, Seriensieger bei den X-Games, schon im Achtelfinale den anderen Deutschen ausgeschaltet hatte.
Konstantin Schad © FIS / Oliver Kraus
Konstantin Schad hatte in aussichtsreicher zweiter Position seines Laufs gelegen, dann aber in der letzten Kurve des 650 Meter langen und mit 20 Features gespickten Kurses einen kleinen aber entscheidenden Fehler begangen.
Goofy-Fahrer Schad hatte, um seinen Vorsprung gegen den in der Rechtskurve aufgrund seines Regular-Stances (rechtes Bein hinten) mit einem Vorteil versehenen Ami zu verteidigen, alles riskiert; und am Ende alles verloren.
„Es war eine 50/50-Chance. Ich musste voll angreifen, denn wenn man zwar riesige Kurven hat, aber aufgrund des sulzigen Schnees nur knapp drei Zentimeter nutzen kann, wäre Nate (Holland) aufgefahren und hätte mich sicher erwischt. Ich hatte keine andere Wahl.“
Zwar hielt sich das Frustpotenzial beim Bayern in Grenzen, etwas Enttäuschung herrschte aber dennoch vor: „Es ist natürlich schade, dass es nicht geklappt hat. Mir hat der Kurs sehr getaugt und ich war heiß auf mehr. Aber ich habe alles richtig gemacht, auch wenn es nicht funktioniert hat.“
Den Weltmeistertitel sicherte sich Alex Pullin (AUS), der damit auch seinem Heimatland die WM-Medaille im Snowboard Cross bescherte. Zweiter wurde der Olympiasieger von 2006 und 2010, Seth Wescott (USA), vor seinem Landsmann Nate Holland.
Bei den Damen schaffte US-Girl Lindsey Jacobellis nach 2005 (Whistler, CAN) und 2007 (Arosa, SUI) den Titel-Hattrick. Silber ging an die Qualischnellste Nelly Moenne Loccoz (FRA), Bronze an die Weltcup-Führende Dominique Maltais aus Kanada.
Die nächsten Medaillenchancen bei der WM in Spanien hat morgen das fünfköpfige Raceboard-Team im Parallel Riesenslalom.

 
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