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David Speiser starker Sechster im Boardercross von Valmalenco
David Speiser (c) O. Krias, FIS
David Speiser (Oberstdorf, 30) hat mit seinem heutigen sechsten Platz im Weltcup-Boardercross erneut bewiesen, dass er zum engeren Kreis der Weltelite zählt. Seine Teamkollegen Maximilian Stark (Unterhaching, 19) sowie Konstantin Schad (Fischbachau, 23) rundeten im italienischen Valmalenco als 14ter und 18ter das gute Ergebnis des deutschen Teams ab.

Auch Nachwuchshoffnung Martin Nörl (Adlkofen, 17), der in seinem ersten Weltcup-Finale 27ter wurde, ließ ab und an sein Können aufblitzen und schürte so Hoffnungen auf die Junioren-WM, die vom 27. März bis 4. April ebenfalls in Valmalenco stattfinden wird. Die amtierende Deutsche Meisterin, Luca Berg (Konstanz, 18), verpasste bei ihrer ersten Weltcup-Teilnahme als 20te der Qualifikation als einzige des fünfköpfigen Kaders die heutigen Final-Heats.

Dort war es einmal mehr David Speiser, der SBX-Veteran des Snowboard Verband Deutschland (SVD), der in den K.o.-Duellen sein fahrerisches Können ausspielte und so zeigte, dass die gestrige Qualifikation mit Platz 23 zwar alles andere als befriedigend verlaufen war, im Endeffekt aber keine Aussagekraft für die Finalläufe besitzt.

„Gestern waren es echt harte Bedingungen. Aber so ist es nun einmal. Man ärgert sich, muss es dann aber auch wieder abhaken. Dementsprechend zufrieden bin ich mit meinem sechsten Platz heute“, so der 30-jährige Oberstdorfer, der im Kampf Mann gegen Mann sowieso stärker einzuschätzen ist als im Kampf gegen die Uhr.
„Es war wie immer ein hartes und knappes Rennen. Da entscheiden dann Kleinigkeiten, so wie im Halbfinale“, so der Olympia-Achte von Vancouver, der im Semifinale denkbar knapp an den Spitzenfahrern Pierre Vaultier (FRA) und Nate Holland (USA) gescheitert war.

Nach seinem sechsten Platz liegt der Elfte der letzten WM bei nur mehr zwei ausstehenden Rennen (beide in Arosa, Schweiz, nächste Woche) mit 1.555 Punkten auf Platz sechs des Snowboard Cross Weltcup-Rankings.
Allerdings blendete Speiser jedwede Möglichkeiten auf die Top-3 oder gar die immer noch mögliche Kristallkugel aus: „Klar wären die Top-3 schön, zumal das Ziel vor der Saison ein Platz unter den besten Zehn war. Aber ich schaue ab jetzt nicht mehr auf das Ranking und fahre einfach von Rennen zu Rennen.“

Das macht auch Konstantin Schad, der heute zwar als Dritter seines Achtelfinals gegen Speiser, Robert Fagan (CAN) und Pierre Vaultier das Nachsehen hatte, aber das Mindestziel, unter die besten 25 bis 30 zu kommen, mehr als erfüllte.
Der Bayer hatte sich beim letzten Weltcup-Rennen im kanadischen Stoneham bei einem Trainingszusammenstoß schwer an der rechten Schulter verletzt und kann daher so gut wie keine Energie für einen explosiven Start aus dem Gate aufbringen. „Ich will aber meinen Weltcup-Spot sichern. Deshalb fahre ich weiter. Die OP ist dann im April“, so Schad.

Bei den Männern siegte Alberto Schiavon (ITA) in einem Fotofinish vor den US-Amerikanern Jonathan Cheever, der mit 2.490 Punkten den Weltcup anführt und Nate Holland. Bei den Damen fuhr die amtierende Weltmeisterin Lindsey Jacobellis (USA) zu einem souveränen Sieg vor Eva Samkova (CZE) und Deborah Anthonioz (FRA).

 
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