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VEYSONNAZ, Schweiz, 22. Januar – Das deutsche Snowboard Cross-Team hat beim heutigen dritten Weltcup-Rennen der Saison in Veysonnaz, Schweiz, das seit sieben Jahren beste Team-Ergebnis erzielt und dabei nur knapp eine Sensation verpasst. Doch nach Stürzen aller drei im Finale vertretenen Rider des Snowboard Verband Deutschland (SVD) standen am Ende für Konstantin Schad (Fischbachau, 24), Maximilian Stark (Unterhaching, 20) und David Speiser (Oberstdorf, 31) nur die Plätze vier bis sechs zu Buche.
Die Zusammenfassung auf ARD zeigt wie spannend es war.
Dementsprechend enttäuscht zeigte sich die Mannschaft nach der
Großchance auf einen internationalen Paukenschlag. Noch nie waren drei
Deutsche in einem Snowboard Cross-Finale, die seit dieser Saison
regelmäßig in Sechser-Heats ausgefahren werden, vertreten gewesen.
„Wenn man im Finale steht, noch dazu mit drei Fahrern, hofft man
natürlich auf einen Podestplatz“, sagte dann auch Gernot Raitmaier,
Chefcoach der SVD-Auswahl, die ins Wallis gereist war.
Allerdings konnte der 39-jährige Vorarlberger dem Endergebnis durchaus
auch Positives abgewinnen: „Wir verfolgen intern natürlich das Ziel, die
Mannschaft in der Spitze breiter aufzustellen. Bis dato war nur David
(Speiser) in der Lage, ganz vorne mitzuhalten. In den letzten Rennen und
speziell heute haben aber auch Konstantin (Schad) und Maximilian
(Stark) gezeigt, dass wir sie dorthin gebracht haben. Das ist
langfristig gesehen wichtiger, auch wenn man nach so einem Rennen
natürlich enttäuscht ist. Wir können aber von den drei in Zukunft noch
viel erwarten.“
Daran mochte der bestplatzierte des SBX-Trios direkt nach der
Siegerzeremonie nicht denken. Zumal Schad in Führung liegend gute Chance
auf den Sieg gehabt hätte, wenn nicht der später auf Rang drei
klassierte Südtiroler Emanuel Perathoner ihm zur Mitte des Finales
sprichwörtlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.
„Ich habe versucht, auf Linie durch die beiden engen Kurven zu kommen.
Aber Perathoner ist einfach ohne Hirn kerzengerade innen durchgerast. Er
hatte keine Chance und hat es mir damit auch versaut. Ich habe noch
versucht querzustellen, aber ich bin dann auch gestürzt.“
Nutznießer von Schads Pech waren Nate Holland (USA) und Markus Schairer
(AUT), die später den Sieg unter sich ausmachten, mit dem besseren Ende
für den US-Amerikaner.
Auch Maximilan Stark, der zuvor beim ersten Sprung in der Luft leicht
mit David Speiser Kontakt gehabt hatte, woraufhin der Veteran gestürzt
und aus dem Rennen war, ging auch noch an den beiden am Boden liegenden
Ridern vorbei.
Allerdings verlor Stark seinen Podestplatz in der letzten Kurve aufgrund
eines Fahrfehlers und konnte ebenfalls das Finale nicht beenden,
wodurch Schad letztlich doch noch bester aber auch unglücklichster
Deutscher wurde.
„Durch den Sturz habe ich die Chance auf den Sieg verloren. Als ich dann
mit Perathoner wieder hochgehüpft bin, um wieder auf den Kurs zu
kommen, habe ich das Podium verloren. Ich hätte nie gedacht, dass ich
mal nach einem vierten Platz so enttäuscht sein könnte“, fasste der
Bayer sein Stimmung abschließend zusammen.
Trotz des unglücklichen Rennausgangs war das Ergebnis aber
gleichbedeutend mit dem besten Mannschaftsergebnis seit sieben Jahren.
Im Januar 2004 waren Michael Layer und Alex Kupprion als Zweiter und
Dritter ins Ziel gekommen.
Erster Weltcup – Erstes Finale für Berg
Heute gab es neben dem vierten, fünften und sechsten Platz der
arrivierten Weltcup-Fahrer zudem noch ein weiteres Highlight. Paul Berg
(Konstanz, 20) fuhr in seinem ersten Weltcup gleich ins Finale und wurde
als Vierter seines Achtel-Finallaufs am Ende beachtlicher 29ter.
Bergs Schwester Luca (Konstanz, 18) erreichte bei ihrem dritten
Weltcup-Auftritt ebenfalls erstmals die finalen K.o.-Läufe und wurde am
Ende 16te.
Der Sieg bei den Damen ging an Lindsey Jacobellis (USA). Zweite und
Dritte wurde Dominique Maltais (CAN) und Alexandra Jekova (BUL).
In weniger als einer Woche geht es im Weltcup weiter, dann beim einzigen
Stopp der weltweiten Contest-Serie in Deutschland. Am 28. Januar
kämpfen die deutschen Raceboarder beim Heimrennen am Sudelfeld um
weitere Punkte im Parallel Weltcup.
Die Ergebnisse im Überblick:
Damen
Herren
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