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Drei Deutsche holen im Parallel Slalom von Yongpyong Top10 Platzierungen / Isabella Laböck starke 5.
Isabella Laböck © FIS / Oliver Kraus
Mit einem zufriedenstellenden Ergebnis ist der sechste Parallel-Bewerb des LG Snowboard FIS Weltcup zu Ende gegangen. Beim Parallel Slalom in Yongpyong blieb dem Snowboard Verband Deutschland zwar ein Podiumsresultat verwehrt. Doch die alpinen Snowboarder überzeugten dennoch bei der Weltcup-Ausrichter-Premiere des Skiresorts im Nordosten Südkoreas. Drei der angetretenen fünf Boarder platzierten sich in den Top-10. Isabella Laböck (Prien, 24) konnte mit ihrem fünften Platz zudem einmal mehr ihre momentan hervorragende Weltcup-Form bestätigen.

Auch Anke Karstens (Piding, 25) und Patrick Bussler (Aschheim, 26), der allerdings in seinem Achtelfinale an Siegfried Grabner gescheitert war, setzten als Sechste bzw. Zehnter ein Ausrufezeichen. Selina Jörg (Sonthofen, 22) erreichte als 13te immerhin noch die K.o.-Runde der besten 16, die Maximilian Köpf (Jungholz, 24) als Einzigem SVD-Starter nicht vergönnt war. Köpf wurde am Ende 25ter.

Für die bestplatzierte Deutsche, Isabella Laböck, wäre sogar noch mehr drin gewesen, hätte sie nicht im zweiten Lauf ihres Viertelfinale gegen die spätere Siegerin Marion Kreiner (AUT) gleich zu Beginn gepatzt. „Da habe ich einen riesigen Bock geschossen“, so die Fünfte des Weltcup-Rankings. Doch bei allem Ärger überwog bei „Bella“ am Ende doch die Freude über ein gutes Ergebnis. „Als Fünfte weiß man, dass man dran ist. Ich bin froh, dass ich nach der enttäuschenden WM meine gute Form bestätigen konnte.“

Die 24-Jährige, die mit 2.210 Punkten nur 430 Punkte hinter der derzeit drittplatzierten der Weltcup-Wertung (Kreiner) zurückliegt, zeigte sich zudem optimistisch, in dieser Saison ein anderes Ziel zu erreichen: „Ich werde in den letzten Rennen alles geben, um noch in die Top-3 des Weltcup-Rankings zu fahren.“ Vier Parallel-Rennen bleiben Laböck dafür noch.

Die kommenden Aufgaben nimmt mit Anke Karstens auch eine weitere Fahrerin hochmotiviert in Angriff, denn die Auftritte der Bayerin waren zuletzt nicht gerade von Erfolg gekrönt: „Deswegen bin ich froh, dass ich es mal wieder in die Top-8 geschafft habe. Allerdings habe ich natürlich auch ein weinendes Auge.“

Der 25-Jährigen war im ersten Run ihres Viertelfinals gegen die spätere Dritte Svetlana Boldykova eine Bindung aufgegangen. Mit einer Strafzeit von 1,30 Sekunden ging es in den zweiten Lauf. „Da habe ich dann angegriffen, aber das hat leider nicht geklappt.“

Umso besser bleibt Karstens dafür ihre Aufholjagd im Achtelfinale in Erinnerung. Nach einem Sturz musste sie gegen die Olympiazweite ebenfalls die Penalty-Zeit gutmachen, fuhr furios und hatte am Ende gar einen Vorsprung von 0,64 Sekunden herausgefahren.

Den Sieg bei den Frauen sicherte sich Marion Kreiner (AUT ) vor Fränzi Mägert-Kohli (SUI) und Svetlana Boldykova (RUS). Bei den Herren feierten Benjamin Karl (AUT) und Siegfried Grabner einen rot-weiß-roten Doppelerfolg. Dritter wurde Aaron March (ITA).

Der nächste Parallel-Wettbewerb findet  am 20. Februar in Stoneham, Quebec, Kanada, statt.
 
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