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Isabella Laböck hat im vorletzten Parallel-Wettbewerb der laufenden Saison als Zweite ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis (Telluride 2010) eingestellt. Die 24-jährige Prienerin musste sich nur der in diesem Jahr dominierenden Raceboarderin Ekaterina Tudegesheva (RUS), die damit den Parallel wie auch Gesamt Weltcup der Speed-Disziplinen (PAR/SBX) für sich entschied, geschlagen geben. Patrick Bussler (Aschheim, 26) und Selina Jörg (Sonthofen, 23) rundeten als Siebter bzw. 16te die zufriedenstellende Vorstellung des deutschen Kaders ab.
Amelie Kober (Miesbach, 23), Anke Karstens (Piding, 25), Cheyenne Loch (Schliersee, 16) und sowie Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 23) und Stefan Baumeister (Feldkirchen, 17) waren bereits in der Qualifikation gescheitert.
So war es einmal mehr Isabella Laböck, die mit ihrer zweiten Finalteilnahme in diesem Winter den Glanzpunkt setzte, auch wenn sie nach dem Finale gestehen musste, kaum eine Chance gegen Tudegesheva gehabt zu haben. „Sie ist einfach sehr stark. Gegen sie kann man schon verlieren, zumal es heute extrem schwere Bedingungen waren.“
Die Olympia-Fünfzehnte spielte damit auf die sehr weichen Schneeverhältnisse an, die im Verlauf des Rennens zu Wannen geführt hatten. Eine Tatsache, die Laböck letztlich zum Verhängnis wurde: „Ich habe einen Schlag bekommen und bin dadurch weit raus gekommen. Dadurch musste ich im Rücklauf alles riskieren, um die maximale Penaltyzeit noch aufholen zu können. Aber das war heute nicht möglich.“
Nichtsdestotrotz zeigte sich die in diesem Jahr konstanteste Fahrerin des Snowboard Verband Deutschland (SVD) zufrieden. „Ich freue mich sehr über den zweiten Platz.“ Zumal Laböck durch weitere 800 Weltcup-Punkte ihrem kleinen Ziel, Top-5 in der Jahresendabrechnung zu werden, ein großes Stück näher gekommen ist.
Momentan bedeuten 3.440 Punkte Platz fünf im Parallel Weltcup-Ranking, mit Luft nach oben, da die dritt- und viertplatzierten Marion Kreiner und Claudia Riegler beide patzten. „Das hat mir natürlich gut ins Konzept gepasst. Da davon auszugehen ist, dass beim Saisonfinale in Arosa nächste Woche ähnliche Schneebedingungen vorherrschen, fahre ich gut gerüstet in die Schweiz. Vielleicht geht ja noch was nach oben.“
Beim Weltcup-Abschluss hat dann auch Patrick Bussler erneut die Möglichkeit zu zeigen, dass auch er noch mehr Luft nach oben hat. Denn heute wären, trotz erschreckend schwachem ersten Qualilauf, deutlich mehr drin gewesen.
Nicht nur zeigte der zweifache Vater im zweiten Qualifikations-Run eine formidable Vorstellung, sondern scheiterte zudem äußerst unglücklich im Viertelfinale, mit nur zwei Hundertstel Rückstand, am Schweizer Roland Haldi. „Das ist natürlich ärgerlich. Aber ich gehe mit einem guten Gefühl aus dem Rennen, denn ich habe gemerkt, dass, wenn ich befreit auffahre, einiges möglich ist. Für mich heißt das jetzt, nicht mehr so viel am Board rumzuschrauben, sondern den Kopf auszuschalten“, so ein zufriedener Patrick Bussler.
Der Sieg bei den Männern ging an Sylvain Dufour (FRA). Zweiter wurde Andreas Prommegger (AUT), Dritter Roland Haldi (SUI). Bei den Damen rundete Julia Dujmovits (AUT) das Podium neben Laböck und Tudegesheva ab.
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