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Im zweiten Parallel Riesenslalom des LG Snowboard FIS Weltcup hat Isabella Laböck als Zweite das bislang beste Ergebnis ihrer Karriere eingefahren. Die Prienerin, die sich mit diesem Top-Resultat auch das Ticket zur kommenden Weltmeisterschaft im spanischen La Molina sicherte, musste sich in Telluride, Colorado, nur der Schweizerin Fränzi Mägert-Kohli geschlagen geben. Dritte wurde Ekaterina Tudegesheva aus Russland.
Nachdem die 24-Jährige nach ihrer ersten Finalteilnahme, bislang standen in insgesamt 54 Weltcup-Starts zwei dritte Plätze und ein vierter Rang zu Buche, zunächst sprachlos im Zielraum die Glückwünsche der SVD-Kollegen in Empfang genommen hatte, fand Laböck relativ schnell ihre Fassung wieder: „Ich wusste vor dem letzten Run erst gar nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Das ist einfach hammergeil, auch wenn ich sie (Fränzi Mägert-Kohli) gerne noch geputzt hätte. Aber nach dem schlechten Auftakt in die Saison, bin ich jetzt nur noch glücklich.“
Auf dem Weg zum zweiten Platz hatte die Boarderin vom VSC Klingenthal nicht nur eine starke fahrerische Vorstellung hingelegt, sondern auch das nötige Glück der Tüchtigen gehabt. Denn im Achtelfinale gegen die Österreicherin Ina Meschik blieb Laböck nach einem 68-Hunderdtstel-Vorsprung aus dem ersten Run am Ende nur noch eine Hundertstel übrig.
Und auch im Viertelfinale gegen Tomoka Takeuchi verspielte die Athletin des Snowboard Verband Deutschland fasst die komplette Penalty-Zeit, die die Japanerin aufgrund eines Sturzes im ersten Lauf wettzumachen hatte.
Im Semifinale wurde es gar noch spannender. Denn Kontrahentin Julia Dujmovits hatte bereits ihre Penaltyzeit aufgeholt und war nach einem kleinen Fehler Laböcks an der Deutschen vorbeigegangen, ehe die Österreicherin erneut im Steilhang stürzte. „Ich habe mich in den letzten Jahren so oft über das Glück der anderen gegen mich beschwert. Heute hatte ich es auf meiner Seite, und das war verdient, denn ich bin gut gefahren.“
Eine Aussage, die Cheftrainer Andreas Scheid gerne bestätigte: „Endlich hat Bella den Sprung geschafft. Das ist ihr von Herzen zu gönnen. Sie hat lange auf ein Finale hingearbeitet. Das Ergebnis ist ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt ihrer Karriere.“
Doch bei aller Euphorie fand der Parallel-Coach auch kritische Worte. Außer Laböck, die für das bislang beste Saisonergebnis des SVD gesorgt hatte, waren alle anderen Raceboarder des Kader am Cut der besten 16 gescheitert. „Das ist ernüchternd. Einige haben zwar einen vernünftigen Lauf runtergebracht. Aber ein guter Lauf ist halt zu wenig. Deswegen werden wir morgen trainieren und weiter nach vorne schauen.“
Bei den Männern siegte Rok Flander (SLO) vor Kaspar Flütsch (SUI) und Manuel Veith (AUT).
Die Platzierungen der SVD-Boarder:
2. Isabella Laböck, 19. Selina Jörg (Sonthofen), 21. Anke Karstens (Piding), 30. Rosa Czipf (Esslingen), 32. Patrick Bussler (Aschheim), 33. Maximilian Köpf (Jungholz), 37. Alexander Bergmann (Berchtesgaden)
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