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Linus Birkendahl 15ter in der Pipe beim Weltcup in NZL - Silvia Mittermüller gewinnt Big Air
Linus Birkendahl © Oliver Kraus / FIS
Nachdem Silvia Mittermüller (München, 28 Jahre) bereits vor einigen Tagen den Big Air der 100 % Pure New Zealand Winter Games für sich entscheiden konnte, hat heute Linus Birkendahl (Berg, 16) erfolgreich nachgelegt. Das Nachwuchsass des Snowboard Verband Deutschland (SVD) belegte beim ersten Halfpipe-Weltcup der LG Snowboard FIS Weltcup-Saison, der gestern und heute im Cardrona Alpine Resort, Neuseeland, über die Bühne ging, den 15. Platz und feierte damit sein bestes Ergebnis auf der internationalen Tour.

Mit dem unerwarteten Resultat des jungen Bayern ging zugleich eine lange Durststrecke der deutschen Freestyler zu Ende. Mehr als eineinhalb Jahre hatte das Team auf ein Top-15 Ergebnis warten müssen. Das letzte Mal war es Christophe Schmidt (Schliersee, 28) beim Weltcupfinale der Saison 2010 in La Molina mit Platz zwei gelungen, sich ins Rampenlicht zu fahren.
Birkendahl hatte bereits in den beiden gestrigen Qualifikationsläufen mit je einem frontside 900 und backside 900 die gute Aufbauarbeit der letzten Jahre unterstrichen – und damit nicht nur das Semifinale erreicht, sondern auch Trainer David Selbach begeistert: „Damit ist Linus der erste SVD-Athlet, der einen backside 900 in einem Wettkampfrun eingebaut hat. Das haben damals noch nicht einmal Jan Michaelis und die anderen geschafft. Ich bin wirklich stolz, wie gut sich Linus entwickelt hat.“

Linus Birkendahl © Oliver Kraus / FIS
Im Halbfinale zeigte Birkendahl dann einen frontside air, backside 540, frontside 720, cab 720 und frontside 900 und wurde am Ende mit dem 15. Rang belohnt. Auch wenn es am Ende nicht zum ersten Finale reichte, zeigte sich der 16-Jährige dennoch mehr als zufrieden nach seinem vierten Weltcup-Auftritt: „Ich freue mich sehr, denn der Weltcup war gut besetzt. Ich hätte nicht gedacht, so weit vorne mit dabei zu sein. Das war schon ein coole Erfahrung.“
Weitaus emotionaler zeigte sich Headcoach Selbach. „Das ist der Wahnsinn. Zwar hatte Linus heute leider nicht mehr die Kraft, seinen Qualirun zu wiederholen. Aber das ist ein toller Erfolg und ein Riesenschritt Richtung der Olympischen Spiele der Jugend. Ich freue mich sehr für ihn“, so der 37-Jährige.
Luis Eckert © Oliver Kraus / FIS

Luis Eckert (Hinterzarten, 15), der für den aufgrund eines Bruchs der rechten Hand im Training vorzeitigen abgereisten Johannes Höpfl (Hauzenberg, 16) eingesprungen war, war bereits in der Qualifikation ausgeschieden und belegte am Ende Platz 40.
Den Sieg bei den Herren sicherte sich Janne Korpi (FIN) vor Yiwei Zhang (CHN) und Dimi de Jong (NED). Bei den Damen platzierten sich Xuetong Cai (CHN), Holly Crawford (AUS), und Ursina Haller (SUI) als Erste, Zweite und Dritte auf dem Podium.

Silvia Mittermüller mit überraschendem Sieg
Bereits am Mittwoch (24.8.) hatte Silvia Mittermüller mit ihrem Sieg im Big Air der Winter Games, deren Abschluss der heutige LG Snowboard FIS Halfpipe Weltcup markierte, für ein Ausrufezeichen gesorgt.
Trotz einer Knöchelverletzung im linken Fuß sprang die Münchnerin mit einem backside 180 mute und einem frontside 360 tail in down under zum Sieg vor den beiden Neuseeländerinnen Abby Lockhart und Shelly Gottlieb.
Der Erfolg war laut Mittermüller vor allem auf die Angst vor einer weiteren Verletzung zurückzuführen: „Ich wusste, dass ich viel Air Time brauche, um eine zu kurze Landung zu vermeiden und so den Knöchel zu schonen. Nachdem ich in letzter Zeit ein wenig Verletzungspech hatte, bin ich glücklich über den Sieg.“

 

 
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