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Speiser verletzt - Beide Sehnen des rechten Daumens durch - Konstantin Schad 15ter
David Speiser (türkise Hose) © FIS / Oliver Kraus
Der heutige Tag wird wohl als einer der bittersten in die Geschichte des Snowboard Verband Deutschland (SVD) eingehen: Beim dritten Snowboard Cross Weltcup der laufenden Saison, der im US-amerikanischen Telluride, Colorado, stattgefunden hat, hat sich David Speiser im Verlauf eines Sturzes schwer an der rechten Hand verletzt. Beide Sehnen des rechten Daumens wurden durchtrennt.  Zudem zog sich der 30-Jährige eine Verletzung einer Arterie im Handrücken zu.
Speiser war in seinem Achtelfinal in Führung liegend auf die zweite Steilkurve zugefahren, während seine drei Kontrahenten Jake Holden, Tom Velisek (beide CAN) sowie Omar Visintin (ITA) in seinem Windschatten wieder aufschließen konnten.  Kurz vor Einfahrt in die sogenannte Bank touchierte einer der anderen Boarder Crosser das hintere Ende von Speisers Board, woraufhin dieser die Kontrolle verlor, zu Boden ging und buchstäblich unter die Bretter der Konkurrenten geriet.
Im Verlauf dieses Sturzes zog sich der Olympia-Achte von Vancouver eine tiefe Schnittwunde am rechten Handrücken zu, die sich bei der ersten Untersuchung im Spital von Telluride als Verletzung einer kleineren Arterie sowie der Durchtrennung beider Daumensehnen herausstellte.
Während die Arterie bereits wieder versorgt wurde, wurde der SVD-Rider ins knapp drei Autostunden entfernte Gunnison, Colorado, transportiert, wo die Sehnenverletzung in der dortigen Klinik operiert werden soll.
Bei positiven Verlauf des Eingriffs wird Speiser, dessen WM-Teilnahme durch die Verletzung arg in Frage steht, mit dem Rest des Snowboard Cross-Teams, einzig Maximilian Stark (Unterhaching) ist schon abgereist, am Sonntag die Heimreise antreten. Das für morgen geplante Team-Snowboard Cross-Rennen entfällt für den SVD-Kader.

Konstantin Schad 15ter
Konstantin Schad hat beim Fotofinish-Sieg des Franzosen Pierre Vaultier über Seth Wescott (USA) – Dritter wurde Alex Pullin (AUS) – einen starken 15. Platz belegt. Der Fischbachauer hatte zunächst sein Achtelfinale gegen Wescott, Luca Matteotti (ITA) und JJ Tomlinson (USA) dominiert, im Viertelfinale aber die Erfahrung des Olympiasiegers von 2006 und 2010, Seth Wescott, zu spüren bekommen.
Konstantin Schad (2. v. rechts) © FIS / Oliver Kraus

„Er hat in der ersten Kurve erst innen zugemacht, und als ich außen vorbei wollte, mich auch noch außen ausgebremst. Danach hat es mich den ersten Kicker runtergefetzt. Und dann war natürlich der Schwung weg“, sagte Schad.
Der 23-Jähirge, der nach dem Sturz Speisers erst sein Achtelfinale bestritt, weiter: „Für mich wäre schon mehr drin gewesen. Aber jetzt zählt nur, dass David schnell wieder gesund wird.“
Bei den Damen sicherte sich die Weltcup-Führende Dominique Maltais den dritten Sieg im dritten Rennen. Zweite wurde Alexandra Jekova (BUL), Dritte Olympiasiegerin Maelle Ricker (CAN).

 
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