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WM-Kader des SVD steht
David Speiser (türkise Hose) © FIS / Oliver Kraus
Bei den 9. FIS Snowboard Weltmeisterschaften im spanischen La Molina, die vom 15. bis 22. Januar 2011 stattfinden werden, gehen insgesamt acht Boarder und Boarderinnen des Snowboard Verband Deutschland (SVD) an den Start. Die fünf Damen und drei Herren starten in vier verschiedenen Disziplinen.

Mit die größten Medaillenhoffnungen ruhen auf Silvia Mittermüller (München, 27 Jahre), die am Abschlusstag der WM im Slopestyle an den Start gehen wird. Außerdem zählen die sich momentan in hervorragender Form befindende Raceboarderin Isabella Laböck (Prien, 24) im Parallel Slalom und Parallel Riesenslalom sowie der von einer Handverletzung wiedergenesene Oberstdorfer David Speiser (30) im Snowboard Cross zum erweiterten Favoritenkreis.
Neben den drei SVD-Assen kann man aber auch den alpinen Snowboardern Amelie Kober (Fischbachauf, 23), Anke Karstens (Piding, 25), Selina Jörg (Sonthofen, 22) und Patrick Bussler (Aschheim, 26) sowie dem Boardercrosser Konstantin Schad (Fischbachau, 23) ein Top-Resultat zutrauen.
Die größten Chancen auf einen Podestplatz hat aber wohl Silvia Mittermüller, die in den vergangenen Jahren die Szene in Sachen Slopestyle aufgemischt hat. Zwar wurde „Silli“ Anfang des Jahres beim O’Neill Evolution in Davos (Schweiz), einem 6 Star-Event der TTR „nur“ Zwölfte, doch dank der bislang gesammelten Punkte in der freien Contestserie führt die Süddeutsche momentan das Ranking der weltweit anerkannten Freestyle-Tour an.

Dementsprechend erfreut zeigt sich SVD-Sportdirektor Stefan Knirsch über die WM-Zusage Mittermüllers: „Es ist schön, dass dank Silli Deutschland beim Slopestyle-WM-Debüt vertreten ist. Sie zählt zu den erfahrensten Freestyle-Damen der Welt, so dass in Sachen WM-Entscheidung sicherlich Einiges möglich ist.“
Weitere Medaillenhoffnungen macht sich Knirsch bei den Raceboardern: „Die haben beim letzten Weltcup in Bad Gastein gezeigt, dass sie gerade unter Druck zu Top-Leistungen in der Lage sind.“
Vor allem Isabella Laböck kann zuversichtlich nach Spanien reisen. Die Prienerin fährt derzeit die bislang beste Weltcup-Saison ihrer Karriere und hat mit zwei hervorragenden Resultaten in den letzten beiden Rennen (Rang zwei in Telluride, USA, Vierte in Bad Gastein, Österreich) unterstrichen, dass sie auf den Punkt in Topform gekommen ist.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach Telluride in Bad Gastein wieder so weit nach vorne kommen würde. Jetzt bin ich für die WM gut gerüstet“, so das Fazit der Polizeimeisterin.
Zu einer am Ende für gar nicht mehr möglich gehaltenen WM-Teilnahme ist David Speiser gekommen. Dank eisern absolvierter Rehamaßnahmen hat der 30-Jährige doch noch rechtzeitig das Comeback geschafft. Nachdem ein Sturz im letzten Snowboard Cross-Weltcup vor der WM in Telluride, USA (Durchtrennung beider Sehnen des linken Daumens), eigentlich schon das WM-Aus bedeutet hatte, ist der Veteran des WM-Kaders doch noch fit geworden. Der Olympia-Achte von Vancouver wird in La Molina mit einer speziellen Carbonschiene starten.

Der Zeitplan der Deutschen bei der WM
Insgesamt stehen bei der kommenden Weltmeisterschaft elf Entscheidungen an, davon acht mit deutscher Beteiligung. Einzig in der Halfpipe und im Big Air geht kein SVD-Boarder an den Start.
•    18. Januar, Snowboard Cross: David Speiser und Konstantin Schad (Qualifikation am 17. Januar)
•    19. Januar, Parallel Riesenslalom: Amelie Kober, Anke Karstens, Isabella Laböck, Selina Jörg und Patrick Bussler
•    21. Januar, Parallel Slalom: Amelie Kober, Anke Karstens, Isabella Laböck, Selina Jörg und Patrick Bussler
•    22. Januar, Slopestyle: Silvia Mittermüller (Qualifikation am 21. Januar)

 
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