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Zwei Parallel Weltcup-Rennen in Limone Piemonte
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Kurz nachdem die Snowboard Cross-Athleten in Lech (AUT) ihre Weltcup-Saison mit zwei Rennen eröffnet haben, stehen auch für die Raceboarder des Snowboard Verband Deutschland (SVD) zwei Weltcup-Wettbewerbe auf dem Programm. Im italienischen Limone Piemonte findet am morgigen Freitag, den 10. Dezember 2011, auf dem Machetto Gorba-Kurs zunächst ein Parallel Riesenslalom statt, ehe tags darauf (11. Dezember) der zweite Parallel Slalom der Saison ausgeflaggt wird. Für den deutschen Kader geht es dabei nicht nur um wertvolle Weltcup-Punkte im Kampf um die Kristallkugel, sondern auch um die Erfüllung der Qualifikationskriterien für die kommende WM. In diesem Zusammenhang steht neben den Boardern, die bereits beim Weltcup-Auftakt in der Halle dabei waren, vor allem auch die Olympia-Zweite von 2006, Amelie Kober, im Fokus. Die 23-Jährige, die im September Sohn Lorenz auf die Welt gebracht hat, steht nach einer rund neun Monate andauernden Schwangerschafts- und Babypause in Italien vor ihrem Comeback – so denn die Trainingsleistungen stimmen. Dementsprechend geht die Vizeweltmeisterin von 2007 verhalten aber auch voller Vorfreude an den Start.

„Es ist schon komisch. Eigentlich ist es seit meinem Weltcup-Debüt das erste Mal so, dass ich ohne Druck starten kann. Ich freue mich schon darauf, denn Rennen zu fahren hat mir gefehlt. Aber ich bin ja nicht mehr nur für mich verantwortlich.“ Umso besser, dass sich Kober der familiären Unterstützung sicher sein kann.  „Der Kleine ist mit vor Ort. Seine Oma passt auf ihn auf.“

Während das Trainerteam bei Kober zunächst noch die ersten Schwünge nach der langen Pause abwarten will, ist die Erwartungshaltung an die anderen arrivierten Weltcup-Fahrer deutlich höher. So erklärt Parallel-Trainer Andreas Scheid: „In der Sommerpause haben alle das Training etwas reduziert und waren vor allem in der Ausbildung sowie bei Prüfungen gefordert. Dennoch wünsche ich mir schon, dass alle möglichst schnell die Qualifikationskriterien für die WM erfüllen.“

Um bei der Weltmeisterschaft kommenden Januar in La Molina (ESP) dabei zu sein, müssen die SVD-Alpinboarder im Weltcup entweder zwei Mal in die Top-16 fahren oder ein Top-8-Ergebnis mit nach Hause bringen. Große Hoffnungen setzt Scheid dabei vor allem auf Selina Jörg (Sonthofen), Anke Karstens (Piding) sowie Isabella Laböck (Prien). Bei den Männern geht der Coach davon aus, dass Patrick Bussler (Aschheim), aber auch Maximilian Köpf (Jungholz), der in Landgraaf in der Halle als 13ter schon die halbe Norm erfüllte, die geforderten Ergebnisse einfahren können.

„Bei den Mädels erwarte ich schon Finalteilnahmen und auch ein paar Top-10-Platzierungen. Bei den Männern müsste Pezi (Patrick Bussler) ebenfalls das Zeug dazu haben. Außerdem wäre es schön, wenn Maxi (Maximilian Köpf) an seine Leistungen vom Saisonauftakt anknüpfen könnte“, so Scheid abschließend.
 
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